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Die erste Säule des Islam – Schahada (das Glaubensbekenntnis)

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Die erste Säule des Islam - Schahada

Die erste Säule des Islam ist es, den Glauben zu bezeugen, indem man die Schahada (wörtl. Bezeugnis) ausspricht. Sie ist auch unter dem Namen Kalimah bekannt.

La ilaha illa Allah; Muhammadur-rasul Allah.

Es gibt keinen Gott außer Allah; Muhammad ist der Gesandte Allahs.

Die Übersetzung ins Deutsche gewinnt mehr an Bedeutung, wenn man sagt, dass es keine anbetungswürdige Gottheit unter den Geschöpfen gibt, sondern allein der Schöpfer es ist, der jeglicher Anbetung würdig ist.

Oder wie wir sagen würden: „Dient dem Schöpfer, nicht Seiner Schöpfung.”

Erklärung

Diese Erklärung beinhaltet zwei Teile. Der erste Teil bezieht sich auf Gott, den Allmächtigen, dem Schöpfer von allem, dem Herrn aller Welten. Der zweite Teil hingegen bezieht sich auf den Gesandten Muhammad, Frieden und Segen seien auf ihm, ein Prophet und ein menschliches Wesen, welcher Offenbarungen durch den Erzengel Gabriel empfing und diese der Menschheit lehrte.

Keine anderen Götter

Durch das aufrichtige Aussprechen der Schahada, erkennt der Muslim Allah als den einzigen Schöpfer und als einzige und höchste Autorität über alles und jedem im Universum an. Infolgedessen verschließt der Muslim sein Herz und seine Gedanken gegenüber Loyalität, Hingabe, Gehorsamkeit, Vertrauen, Abhängigkeit und Anbetung zu allem und jedem, außer zu Allah allein. Diese Ablehnung beschränkt sich nicht nur auf heidnische Götter und Göttinnen aus Holz oder Stein, die durch die Hand und die Fantasie des Menschen erfunden wurden. Diese Ablehnung muss sich auch auf alle anderen Konzeptionen, Aberglauben, Ideologien, Lebensweisen und Autoritätsfiguren beziehen, die ebenfalls höchste Hingabe, Loyalität, Vertrauen, Liebe, Gehorsam oder Anbetung beanspruchen. Dazu gehört zum Beispiel die Ablehnung von Dingen wie Astrologie, Handlesen, Glücksbringern, Wahrsagerei und physischer Lesung. Auch das anbeten von Heiligtümern oder Gräber von „Heiligen“, sowie das Bitten um Fürsprache von verstorbenen Seelen fällt unter diese Kategorie.

Es gibt keine Fürsprecher im Islam, noch irgendwelche Geistliche, die als diese fungieren. Ein Muslim betet einzig und allein zu Allah.

Glaube an das Prophetentum

Der Glaube an das Prophetentum von Muhammad ﷺ beinhaltet den Glauben an die von ihm mitgebrachten und in seiner Sunna (Tradition seiner Aussprachen und Taten) enthaltenen Führung. Vom Muslim wird die Absicht aufgefordert, seiner Führung treu zu folgen. Muhammad ﷺ war ebenfalls ein menschliches Wesen, ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen, der aß, trank und schlaf, geboren wurde und starb, wie jeder andere Mensch auch. Er hatte eine reine und aufrichtige Wesensart, einen außerordentlichen Gerechtigkeitssinn und einen unerschütterlichen Glauben an Allah und an seine Verpflichtung für den Islam, jedoch war er nicht göttlicher Natur. Muslime beten ihn nicht an und nehmen ihn auch nicht als Fürsprecher. Deshalb verabscheuen Muslime die Bezeichnung „Muhammedaner“ oder „Muhammedismus“.

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